Teilqualifikationen

Das Ziel der einzelnen Teilqualifikationen (Qualifizierungsbausteine) ist, dass der Teilnehmer in die Lage versetzt wird, nach Abschluss einer Teilqualifikation im vorgesehenen betrieblichen Einsatzgebiet die erworbenen beruflichen Handlungsfähigkeiten anzuwenden und die Ausbildungszeit als Berufspraxis zur Zulassung zur Externenprüfung angerechnet zu bekommen.

In Kurzform gesagt; Sie können mit entsprechender Fachpraxis deutlich früher eine Zulassung zur Abschlussprüfung der IHK bekommen und müssen nicht noch eine mehrjährige Ausbildung absolvieren.

   

Zulassungsvoraussetzungen zur Externenprüfung:

Es gibt mehrere Möglichkeiten zur Externenprüfung zugelassen zu werden:

1. Wer als Externer zur Gesellen-/Abschlussprüfung zugelassen werden möchte, muss nachweisen, dass er mindestens das Eineinhalbfache der vorgeschriebenen Ausbildungszeit in dem Beruf tätig war, in dem er die Prüfung ablegen möchte. Das sind beispielsweise viereinhalb Jahre bei einem dreijährigen Ausbildungsberuf. Der Nachweis über die Tätigkeit im jeweiligen Beruf erfolgt in der Regel durch Arbeitszeugnisse, Arbeitsverträge aber auch andere Nachweise (z.B. Gewerbeanmeldungen bei Selbständigen), die belegen, dass einschlägige Berufserfahrungen in dem Beruf gesammelt wurden. Auch der Nachweis von Ausbildungszeiten in einem anderen einschlägigen Ausbildungsberuf wird berücksichtigt.

2. Ist der Nachweis dieser Mindestzeit nicht oder nicht vollständig möglich, kann eine Zulassung auch dann erfolgen, wenn die Person durch Zeugnisse oder auf andere Weise glaubhaft belegt, dass sie die berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat, die eine Zulassung zur Prüfung rechtfertigt.

Für den Nachweis der beruflichen Handlungsfähigkeit sind über die nachgewiesenen beruflichen Tätigkeiten hinaus geeignete Zeugnisse und Nachweise zum Beispiel über ergänzende Bildungsmaßnahmen notwendig. Hierbei werden auch Zeugnisse über ausländische Bildungsabschlüsse und Zeiten der Berufstätigkeit im Ausland berücksichtigt. Bei Zeitsoldaten und -soldatinnen zählen hier auch Bescheinigungen des Bundesministeriums der Verteidigung oder einer von ihm bestimmten Stelle, die bestätigen, dass die für die Zulassung erforderlichen beruflichen Fertigkeiten, Fähigkeiten und Kenntnisse erworben wurden.